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Reiseinfos - Berichte


inhaliert Salz
Foto: KV Bad Reichenhall

Die Geschichte Bad Reichenhalls ist bestimmt von dem Vorkommen eines edlen Minerals, dem Salz. Der Ort wurde bewundert, umworben, erobert, beschossen, niedergebrannt, zerstört und wieder aufgebaut. Zu jeder Zeit wußten jedoch die Menschen um den Wert des 'weißen Goldes' den die Solequellen Bad Reichenhalls hervorbringen. Bereits im 18. Jahrhundert begann man in Reichenhall mit dem Kurbetrieb. 1848 lockte die zu Tage geförderte Sole, um deren Heilwirkung man schon lange wusste, den jungen bayrischen König Maximilian II. in die Sole- und Molkekuranstalt Achselmannstein. Der fünf wöchige Aufenthalt des Königs und seinens Gefolges leiteten eine neue Epoche in der Geschichte des Ortes ein. Menschen aus aller Welt reisten nun an, um hier zu gesunden und zu kuren.



Mooranwendung
Foto: KV Bad Reichenhall

Auch heute noch sind Basis, die seit über 150 Jahren bewährten Therapien mit Latschenkiefer, Naturmoor, Natursole und dem milden Reizklima in einer Höhe von rund 500 Metern. Ergänzend dazu wurde ein modernes Wellnessprogramm für Kurgäste sowie für alle Urlauber, die etwas Neues versuchen wollen, geschaffen. Die ganz natürlichen Anwendungen wurden in ein Gesundheitskonzept der Stadt eingebunden: Atemwanderungen, Qi Gong, Augen- und Gedächtnistrainig, Fußreflexzonenmassage, Massagen, Vorträge für Diabetiker oder über gesunde Ernährung sowie Tips zum Erkennen und Behandeln von Burn-out-Syndromen, Depressionen oder Hauterkrankungen. Ein Team von rund 50 Kurärzten, Physiotherepeuten und Gesundheitspädagogen will so das Bewußtsein für die eigene Gesundheit fördern.

Reichenhall, dem 1890 das Prädikat BAD verliehen wurde, erhielt am 3. Juli 2005 als erster Ort Deutschlands den Titel 'Alpine Wellness Ort'.



Blick auf den Kurort
Foto: KV Bad Reichenhall

Bad Reichenhall ist umgeben von drei Bergen, dem Predigstuhl, dem Zwiesel und dem Untersberg. Vor der Tür liegen der Thumsee und der Saalachsee. Die umliegenden Wiesen und Wälder mit ihren zahlreichen, glasklaren Alpenflüssen laden zum Spazieren und Wandern ein. Rad- und Wanderwege sind gepflegt und beschildert. Die Bad Reichenhaller 'Tourenfibel' informiert zu dem über mehr als 40 Radl- und Wanderwege. Den 1600 Meter hohen Predigstuhl sollte man als ungeübter Bergsteiger besser mit der historischen Seilbahn erklimmen. Von oben bietet sich ein athemberaubendes Panorama über das gesamte Alpental.

Die Auswahl an Outdoorsportarten ist in Bad Reichenhall groß. Die gesunde Luft inmitten des Berchtesgadener Landes ist praktisch gut für alles, was man Sommer wie Winter draußen machen kann. Ergänzt wird das Angebot durch einen Hochseilgarten, bei dem man, unter fachmännischer Anleitung, in einer Höhe von fünfzehn Metern über Seile und Hängebrücken gehen, oder wie Tarzahn von Baum zu Baum springen kann.



Brunnen
Foto: KV Bad Reichenhall

Wem solche Abenteuer zu gefährlich erscheinen, sollte lieber einen Stadtbummel durch die historische Altstadt unternehmen. In Bad Reichenhall stößt man buchstäblich von Schritt und Tritt auf kunsthistorische Kostbarkeiten. Im Herzen der Kurstadt befindet sich der Florianiplatz, der sein idyllisch verspieltes Gesicht bis in die Gegenwart bewahren konnte. Der Wittelsbacherbrunnen, einer von insgesamt 55, am Rathausplatz ist Zentrum des Grünmarktes, der jeden Freitag durchgeführt wird. Boutiquen, Kaffees, Kneipen oder der Brauereigasthof mit Biergarten gruppieren sich rundherum. Bemerkenswert sind die wunderschön erhaltenen, mit Fresken bemalten Häuser, wie das Alte Rathaus oder das Brodhaus. Sie spiegeln bayrische Geschichte wieder, genau so wie die im frühen Mittelalter errichteten romanischen Kirchen St. Zeno und St. Agydius und mehrer Burgen und Ruinen in der Umgebung Bad Reichnehalls.



Alte Selline
Foto: KV BadReichenhall

Im Kurpark des Ortes zieht das Gradierwerk die Aufmerksamkeit auf sich. Hier rieselt wie eh und je die Sole über haushoch aufgestapelte Schwarzdornbüsche. Rundherum führt ein Wandelgang. Schon nach einigen Minuten zu Fuß, bemerkt man die wohltunde Wirkung der salzhaltigen Luft. Durchatmen. Vom einstigen Reichtum Bad Reichenhalls zeugt bis heute die Alte Saline, die sich unterhalb der malerisch gelegenen Burg Gruttenstein befindet und Quelle der wertvollen Sole ist. Eine geheimnissvolle Welt aus verzweigten Netzen von Stollen und Schächten offenbart sich dem Besucher des Salzmuseums. Es informiert auch über die Geschichte und Gegenwart der Salzgewinnung. Noch immer sind die 150 Jahre alten Pumpräder in Betrieb, die tagtäglich die Sole zu Tage befördern und so Geschichte schreiben.

In einem andern Teil der Alten Saline ermöglicht die Reichenhaller Akademie einen Ausflug in die Welt des Aquarell- und Aktmalens oder der Fotografie. Auch die seit sieben Jahren ansässige Glashütte lädt zu einem Besuch ein. Der 1200 Grad heiße Schmelzofen steht mitten im gemütlichen Restaurant, wo man bei Kaffee und Kuchen oder einer zünftigen bayrischen Brotzeit dem Glasbläser zuschauen kann.

 



Sonnenbad
Foto: KV Bad Reichenhall

Den Abend kann man in Bad Reichenhall musikalisch gestalten. Täglich spielt das Philharmonische Orchester klassische Melodien und unvergesslich schön, in den Sommermonaten unter freien Himmel.

Das moderne Bad Reichenhall, ehemals ein Kurort für den bayrischen König, ist flügge geworden und bietet heute Urlaub vom Feinsten vor der fantastischen Kulisse der oberbayerischen Berge.

Quelle: pairola-media (Erika Winterfeld)

 
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