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Nessebar, Pomorie Drucken E-Mail
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Reiseinfos - Berichte
Nessebar, Pomorie



Nessebar
Foto: Steffen Winterfeld

Zirka 40 Kilometer von Burgas und 100 Kilometer von Varna entfernt befindet sich eine der ältesten durchlaufend besiedelten Städte Europas, Nessebar. Tausende Touristen drängen sich täglich durch die Gassen dieser Minnihalbinsel um die altertümliche Atmosphäre und das Flair vergangener Jahrhunderte zu spüren. In die Altstadt führt eine etwa zehn Meter breite und 300 Meter lange Straße. Einst drängten sich auf ihr 40 Kirchen von denen heute nur noch wenige erhalten sind. Die gesamte Stadt, ein einzigartiges Museum, steht unter Denkmalschutz.

Die Häuser sind allesamt typische Schwarzmeerhäuser wie wir sie schon bei unserer Reise nach Sosopol vorstellten. Übernachten kann auch hier in der Altstadt nur in den wenigen Privatquartieren, die man sich einfach vor Ort ansieht. Die Preise pro Bett schwanken zwischen drei und neun Euro und sind letztendlich Verhandlungssache. Wir steuern nun das vorerst letzte Ziel der Bulgarientour an und kommen nach Pomorie.

Diese Stadt wirkt oberflächlich betrachtet und mit den Eindrücken von Nessebar im Hinterkopf, eher wie eine renovierungsbedürftige Industriestadt. Dennoch wurde in den letzten Jahren hier viel modernisiert und saniert. Pomerie ist berühmt für seinen jodhaltigen Heilschlamm, der besonders Rheumatikern, Venen- und Gelenkleidenden hilft. Der Strand vor Pomorie ist mit dunklem, magnetithaltigen Sand bedeckt, der sich über den Tag unerträglich erhitzt. Es empfiehlt sich deshalb, Strandschuhe einzupacken, da man sonst, spätestens ab mittags am Strand barfuß nicht mehr laufen kann.



Ruine in Nessebar
Foto: Steffen Winterfeld

Wenn man keine Lust hat in einem Hotel, einer Pension oder auf einem Zeltplatz zu übernachten, kann man in Pomorie "ins Kloster gehen". Das Kloster findet man zwischen Alt- und Neustadt, uliza Knjas Boris I. 110. (Taxifahrer kennen die Straße). Das Essen bringt man sich aus der Stadt mit, durchaus etwas mehr als man selbst verzehren möchte und klopft an die Pforte. Nach dem Einlaß erhält man sein bescheidenes Nachtlager hinter dicken Mauern. Verdursten kann man in diesem Kloster keinesfalls, da die Mönche fleißig "grosdowa rakija" - Weintraubenschnaps und Wein selbst herstellen und verkaufen. Die Abende verbringt man hier gesellig mit Gesang und Tanz und viel Spaß.

 

Quelle: pairola-media (Erika Winterfeld)

 
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